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Kiri muss zur Zahn OP

 
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Verena

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BeitragVerfasst am: 25.09.2008, 12:11    Titel: Kiri muss zur Zahn OP

Hallo ihr,

nachdem ja vor 10 Tagen unser geliebter Zahnhasi Puma gestorben ist gehts schon wieder weiter Traurig

Unsere Kiri (ca. 10 Jahre alt) bekommt nun auch langsam die Alters-Zahnfehlstellung und hat Zahnspitzen. Heute hab ich sie zur TÄ gebracht damit sie die Zähne in Narkose machen kann.

Bitte auch hier ganz feste Daumen drücken für die Süße.
Sie ist schon so alt und dünn... meine arme Maus....

Wieso muss im Alter immer was kommen? Wieso können sie nicht einfach ihr Leben leben und dann friedlich einschlafen... Traurig

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Fio

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BeitragVerfasst am: 25.09.2008, 12:54    Titel:

Ohje, schon wieder ein Zahnhasi! Die scheinen da wirklich sehr anfällig zu sein!
Ich kenn das ja nur von den Meerlis, aber da ist es genauso schlimm - ich hatte noch kein Schwein was einfach nur friedlich einschlafen durfte. Das tut echt weh - da kann man nur sagen, zeitlebens ein schönes Leben machen!
Wir drücken die Däumchen, Pfötchen und was wir sonst noch so haben!

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- Wir können nicht alle Tiere der ganzen Welt retten,
aber wir können die ganze Welt eines Tieres retten! -
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Verena

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BeitragVerfasst am: 25.09.2008, 13:03    Titel:

Fio hat Folgendes geschrieben:
Ohje, schon wieder ein Zahnhasi! Die scheinen da wirklich sehr anfällig zu sein!


Naja bei den meisten Hasis kommen die Zahnprobleme von der Überzüchtung. Ein Wildkaninchen hat ja normalerweise von Natur aus eher nen länglichen Kopf. Und die doofen Menschen züchtetetn das Zwergkaninchen mit fast keinem Hals und kleinem rundem Kopf damits halt schön "niedlich" aussieht und die Leute es mehr kaufen. Dadurch kommen meist die Zahnfehlstellungen.

Bei Puma (der ja kein überzüchteter Zwerg war) kam das Zahnproblem durch die jahrelange Fehlernährung (Süßigkeiten, Trockenfutter, vermutlich kein Heu)

Und bei Kiri jezt liegt es einfach am Alter.
War bei meiner ersten Häsin Mucky die knapp 11 Jahre alt wurde genauso. fast 10 Jahre lang war nichts und dann bekam sie Zahnspitzen.
Ist halt wie bei uns Menschen auch dass die Senioren nicht mehr so gut kauen können....

Ich fahr nacher mit Keno eh zu meiner TÄ. Dann bring ich ihr ihre Lieblingsleckerlies mit und nen Babybrei - wenn die Süße schon bis morgen bleiben muss.....

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Michaela203
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BeitragVerfasst am: 25.09.2008, 21:22    Titel:

Das ist blöd. Ich meine das schlimmste ist ja wohl mit, in diesem Alter unter Narkose zu müssen! Wie oft muss denn ein Zahnhasi dann behandelt werden! Weil die Narkose ist ja echt immer ein großes Risiko. Tut mir echt leid für Euch, aber auch bei alten Menschen kommen die ganzen Alterserscheinungen! So ist wohl das Leben.
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Verena

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BeitragVerfasst am: 26.09.2008, 12:05    Titel:

Huhu,

wie oft Zahnhasis behandelt werden müssen ist ganz unterschiedlich.
Bei manchen nur alle 2-3 Monate, andere alle 6 Wochen aber manche auch alle 3 Wochen. Man merkt ja wenn sie wieder nicht richtig fressen....

Kiri ist nun wieder da, hat die OP gut überstanden und laut TÄ 100 g zugenommen. Nun muss ich nachher mal schauen ob sie frisst.

Gibt ne Kiste Trauben Das mochte sie sonst immer. Ich hoffe sie frisst dann kräftig mit und hockt nicht wieder nur traurig in der Ecke...

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souly

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BeitragVerfasst am: 26.09.2008, 16:03    Titel:

huhu,

freut mich, dass sie es gut überstanden hat Lieb wars ihre erste op?

hoffentlich bleiben die abstände wenigstens lang.
bei peppi wars zuerst alle halbes jahr, dann alle 3monate und jetzt alle 6-7 wochen.

lg do
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Michaela203
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BeitragVerfasst am: 26.09.2008, 21:09    Titel:

So, ich habe mal versucht mich etwas schlau zu lesen und habe das gefunden!

Ernährungsbedingte Zahnprobleme

Ideale Voraussetzungen für eine ausreichende Zahnabnützung liegen bei
rohfaserreicher Ernährung kombiniert mit ausreichendem Nagematerial vor. Dazu
zählen vor allem Heu, Gräser, Knabberzweige.
Wird durch falsche Ernährung, z.B. keine Heufütterung, Verfütterung von
Körnerfutter, trockenem Brot etc. das Verhältnis von Zahnwachstum und
Zahnabnützung aus dem Gleichgewicht gebracht, kann dies schwerwiegende Folgen
für das Kaninchen haben.
Am häufigsten beobachtet werden Abnützungsprobleme bei den Backenzähnen. Es
kann zu scharfen Spitzen kommen, die Zunge, Zahnfleisch und Backe verletzen.
Erste Anzeichen wie leichtes Sabbern und verminderte Heuaufnahme werden meist
nicht registriert. Ganz sensible Tiere stellen sofort das Fressen ein, andere zeigen
ein durchaus heikles Fressverhalten. Aufgasung in Folge von vermehrtem
Luftschlucken beim Fressen kann ebenso Anzeichen für Zahnprobleme sein.
Zahnspitzen können vom Tierarzt mechanisch gekürzt werden, die Tiere sollten
wenige Stunden danach wieder mit dem Fressen beginnen. Liegen bereits
Verletzungen im Maulbereich vor, sollte über einige Tage Antibiotika gegeben
werden, um Infektionen zu verhindern. Oft ist es auch sinnvoll, ein Schmerzmittel
zu verabreichen, damit die Tiere schneller wieder zu fressen beginnen.
Fütterungsgewohnheiten sind zu überdenken und regelmäßige
Zahnkontrollen/Sanierungen erforderlich.

Erblich bedingte Zahnprobleme

Durch Erzüchtung immer kleinerer Kaninchen und Einkreuzung verschiedenster
Rassen und Mixe sind erblich bedingte Zahn- und Kieferfehlstellungen heute schon
an der Tagesordnung. Gepaart mit falscher Fütterung werden Kaninchen so schnell
zu lebenslangen Zahnpatienten.
Fehlstellung der Schneidezähne
Im Normalfall stehen die Schneidezähne des Oberkiefers vor denen des
Unterkiefers. Durch erzüchtete Kurzköpfigkeit kann es allerdings zu einer
Fehlstellung kommen, bei welcher die unteren Schneidezähne vor jenen des
Oberkiefers stehen. Eine Abnützung durch seitliche Schleifbewegung beim
Aufnehmen der Nahrung ist somit unmöglich und die Zähne würden ins
unermessliche wachsen.
Je nach Stellung der einzelnen Zähne können die Schneidezähne wie Stoßzähne von
Elefanten nach vorne stehen, sich nach hinten rollen oder gar den
gegenüberliegenden Kiefer durchbohren.
Einhergehend mit fehlender Abnützung der Vorderzähne und entartetem
Kauverhalten lassen Probleme an den Backenzähnen meist nicht lange auf sich
warten.
Damit die Tiere ausreichend fressen können und keine Verletzungsgefahr besteht,
sind die Schneidezähne regelmäßig zu kürzen. Die Abstände können von einigen
Wochen bis zu wenigen Tagen reichen.
Vom Einsatz von Seitenschneider, Nagelzwicker und dergleichen ist abzuraten, da
die Gefahr des Splitterns und damit verbundenen Entzündungen an den
Zahnwurzeln zu groß ist. Gute Tierärzte verfügen über eine Zahnturbine, mit
welcher die Zähne getrimmt werden. Je nach Tier kann dies ohne oder mit leichter
Inhalationsnarkose erfolgen. Keinesfalls sollte das Tier dazu mittels
Injektionsnarkose ruhig gestellt werden.

Probleme an den Backenzähnen

Neben der Problematik von Zahnspitzen (wie
bereits zuvor beschrieben), können aber auch
Probleme mit verlängertem Wurzelwachstum
auftreten. Im Unterkiefer ist dann von außen
eine Schwellung zu tasten oder am
Röntgenbild auszumachen.
Bei gleichem Geschehen im Oberkiefer können
zusätzlich durch die Nähe zum Sehorgan
tränende Augen und Bindehautentzündungen
zum Krankheitsbild zählen.
Tränende Augen sind die Folge gesteigerter Tränenproduktion als Reflex auf
Mundhöhlen- oder Knochenschmerz durch Überwachstum der Wurzeln und
eventuell auch durch Abszessbildung in diesem Bereich oder durch Verlegung des
Tränennasengangs durch zu lange Wurzeln der oberen Schneidezähne oder der
Mahlzähne. Die blockierten Tränennasengänge verstopfen und entzünden sich. In
den Augenwinkeln bildet sich Eiter.
Durch infizierte Wunden in den Zahnfächern bilden sich Abszesse an den
Zahnwurzeln. Diese kapseln sich ab und können den Kieferknochen schädigen.
Zudem sind sie sehr schmerzhaft für das Tier. Hier sollten auf alle Fälle
Röntgenaufnahmen vom Kopf des Tiers gemacht werden, um Aussagen über die
Prognose und Sinnhaftigkeit einer Behandlung machen zu können. Leider haben
Abszesse an dieser Stelle die Tendenz, immer wieder zu kommen.

Mechanisch erworbene Zahnprobleme

Kämpfe mit Artgenossen, Verletzungen durch Stürze oder Einwirkung von außen
haben oft ein Ausschlagen eines Zahns oder Absplittern zur Folge. Zumeist sind die
Schneidezähne betroffen.
Bricht der Zahn sehr tief ab, kann es zu Blutungen kommen. Der Tierarzt ist
unverzüglich aufzusuchen.
Kaninchen mit abgesplitterten oder abgeschlagenen Zähnen sind dem Tierarzt
vorzustellen und gegebenenfalls die Zähne zu begradigen. Da es durch die
Beeinträchtigung zu einem veränderten Kauverhalten führen kann, ist den Zähnen
in den darauf folgenden Monaten besondere Aufmerksamkeit zu schenken, um bei
eventuellen Abnützungsstörungen gleich helfen zu können.
Fehlt ein oder mehrere Zähne gänzlich, ist bei der Fütterung entsprechend darauf
Rücksicht zu nehmen. Fehlende Schneidezähne (die in den meisten Fällen
nachwachsen) sind kein Todesurteil für Kaninchen. Frischfutter sollte geraspelt
bzw. klein geschnitten angeboten werden, Heu kann meistens ohne große Probleme
aufgenommen werden.

Ernährung von Kaninchen mit Zahnproblemen

Viele Zahnpatienten haben auch Probleme bei der Nahrungsaufnahme. Regelmäßige
Gewichtskontrollen sind hier extrem wichtig, um rechtzeitig gegensteuern zu
können. Es wäre ein Fehler zu glauben, dass die Tiere nur weiche Sachen fressen
können und man daher bei der Fütterung gänzlich auf weiche Kost umstellt (Sie
könnten die Probleme damit vergrößern) – Sie sollten die gewohnte Fütterung
beibehalten, aber die Struktur des Futters verändern.
Ein Beispiel: Statt Karotten ganz zu geben, in kleine Stückchen oder Scheibchen
geschnitten anbieten. In schweren Fällen die Karotte fein reiben (Vorsicht: immer
nur kleine Portionen anbieten, da das Futter schnell verdirbt).
Bei Tieren, die in der Gruppe leben, sollte das Augenmerk darauf liegen, dass der
Zahnpatient auch ausreichend Futter bekommt. Sein Fresstempo wird meist
deutlich unter dem seiner Mitbewohner liegen. Sie können das Zahnkaninchen
zusätzlich von Hand füttern (z.B. mit Banane), damit verhindern Sie, dass die
anderen aufgrund des vermehrten Futterangebots zunehmen und das Zahntierchen
zu wenig bekommt.

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