Verena Forum-Admin
 Geschlecht:  Alter: 25 Anmeldungsdatum: 02.04.2006 Beiträge: 10948 Wohnort: Nähe München
|
Verfasst am: 06.06.2006, 16:42 Titel: Grundregeln der Rennmaushaltung |
|
|
Rennmäuse sind Rudeltiere. Man sollte sie niemals alleine halten.
Am besten hält man gleichgeschlechtliche Gruppen da es sonst schnell zu Nachwuchs kommt und schon viele Notmäuse auf ein Zuhause warten.
Rennmäuse werden ca. 2-4 Jahre alt können aber durchaus auch älter werden.
Sie sind kein „Spielzeug“ für Kinder. Es sollten immer ein Erwachsener die Pflege der Tiere überwachen.
Die Mindestmaße für 2-4 Mäuse betragen 100x40 x40 cm, ein größerer Käfig wäre aber tiergerechter.
Am besten geeignet sind Aquarien mit Gitterdeckel, da die Tiere sich durch die Plastikwannen von Gitterkäfigen durchnagen können. Außerdem haben diese den Vorteil dass kein Einstreu in der Wohnung herumfliegt, da Rennmäuse sehr gerne graben
Man sollte den Mäusen am besten in einem abgegrenzten Bereich Ablauf geben da sie sonst sehr leicht unter Schränken etc. verschwinden. Dazu gibt es Gitterausläufe, oder man bastelt selber einen aus Holz oder Hartfaserplatten. Dieser sollte aber mindestens 50 cm hoch sein, da Rennmäuse sehr hoch springen können. Man sollte sie beim Auslauf immer beaufsichtigen.
Da Renner gerne nagen sollte kein Plastik im Käfig vorhanden sein. Dies kann bei verschlucken zu Verdauungsstörungen oder sogar zum Tode der Tiere führen. Außerdem ist in Plastikhäusern und Röhren keine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet. Gitterelemente wie Etagen und Leitern sind ebenfall nicht geeignet da die Mäuse sich darin leicht die Gliedmaßen brechen können. Als Einrichtung eignen sich am besten Gegenstände aus Holz wie Etagen, Häuschen, Tunnel, Korkstücke und Äste – alles natürlich unbehandelt. Ebenso eignen sich Klorollen und Pappkartons. Wichtig ist auch eine Schale mit Chinchillasand damit die Tiere in Fell pflegen können.
Als Einstreu eignet sich das handelsübliche Kleintierstreu. Ebenso Hanf oder Leinenstreu oder Papierschnipsel (vor allem zum Nestbau) Hierfür sollte auch immer etwas Heu und Stroh gegeben werden damit die Tiere sich eine Schlafnest bauen können.
Das Gehege sollte mindestens 20 cm dick eingestreut werden besser noch höher da Renner gerne buddeln und Gänge graben
Laufräder stellen oft eine große Gefahrenquelle dar. In den offenen Sprossen von Metallrädernen können die Tiere sich die Beine brechen oder den Schwanz einklemmen.
Zu kleine Laufräder können zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule führen.
Laufräder sollten eine geschlossene und eine offene Seite haben. Der Durchmesser sollte mindestens 25 cm betragen. Joggingbälle und Laufkügeln sind Tierquälerei und sollten niemals zum Einsatz kommen.
Rennmäuse sollten täglich einen gut gefüllten Teelöffel Körnermischung bekommen.
Das Futter sollte aus verschiedenem Kleinsämerein wie Grassamen, Kräutersamen, Ölsamen, sowie Getreide, Trockenkräutern und Trockengemüse bestehen.
In geringen Mengen kann man auch Sonnenblumenkerne und Nüsse zufügen.
Man kann auch ein fertiges Futter für Wellensittiche kaufen und diesem dann noch selber die restlichen Bestandteile untermischen. Tierisches Eiweiß sollte im Rennmausfutter nicht fehlen.
Hierzu gibt es im Handel bereits getrocknete Insekten (Mehlwürmer, Bachflohkrebse) die man ganz einfach unters Hauptfutter mischen kann.
Frisches Gemüse (vor allem Wurzelgemüse) und Obst dürfen sie auch in kleinen Mengen zu sich nehmen, ebenso wie Zweige zum Nagen.
Rennmäuse benötigen täglich frisches Wasser. Ob sie Trinkflaschen oder Näpfe besser annehmen ist von Tier zu Tier verschieden. Näpfe sollte man allerdings erhöt aufstellen, z.b. auf eine 2. Ebene da diese sonst sehr schnell zugebuddelt werden. |
|