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Michaela203 Tierprofi
 Geschlecht:  Alter: 32 Anmeldungsdatum: 31.05.2007 Beiträge: 1903 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 18.06.2008, 20:39 Titel: Thema Animal Hoarding - Das geht alle was an! |
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Krankheitsbild:
Die Forschung dazu steckt zwar auch in Amerika noch in den Anfängen, es konnte jedoch eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe, die sich mit dem Krankheitsbild des Tiersammelns auseinandersetzt, folgende "Gesetzmäßigkeiten“ herausfinden:
Die am häufigsten betroffenen Tierarten sind Hunde und Katzen
Drei Viertel der "Animal Hoarders“ sind Frauen
Die Mehrzahl der betroffenen Menschen ist über 50 Jahre alt
In 70% der beschriebenen Fälle waren der Boden der Wohnung mit Exkrementen der Tiere verschmutzt (in einem Viertel der Fälle war sogar das Bett des "Animal Hoarders“ mit Kot verschmutzt)
In über der Hälfte der untersuchten Fälle hatte der betroffene Mensch überhaupt keine Einsicht in die Problematik, d. h. der Hoarder erkennt nicht, dass die Tiere bei ihm leiden und sieht damit die Situation überhaupt nicht als problematisch an.
Die Arbeitsgruppe klassifizierte bestimmte "Hoarder-Typen“:
Der Pflegertyp: dabei handelt es sich um einen Menschen, der anfänglich versucht, sich um die Tiere zu kümmern. Das Tier hat für den kranken Menschen einen hohen Stellenwert. Oftmals vermehren sich die Tierbestände, da keine Geschlechtertrennung stattfindet. Dem "Animal Hoarder“ wächst die Anzahl der Tiere über den Kopf und die Tiere werden nicht mehr ausreichend versorgt. Der "Animal Hoarder“ ist aber gleichzeitig nicht fähig, sein Problem zu kommunizieren und zu lösen. Dieser "Hoarder-Typ“ leugnet das Problem aber nicht vollständig und hat eine gewisse Einsicht in die Problematik. Dieser Mensch ist oftmals sozial isoliert.
Der Rettertyp: es handelt sich hierbei vor allem um einen Menschen, der die Aufnahme von Tieren als seine Mission und Berufung ansieht. Oftmals kennzeichnet diesen Krankheitstypen eine extreme Todesangst und, infolge der eigenen Angst vor dem Tod lehnt er auch die Euthanasie selbst von unheilbar kranken und schwer leidenden Tieren strikt ab. Tiere werden vor allem aktiv gesammelt. Der krankhafte Tiersammler ist überzeugt, dass es die Tiere ausschließlich bei ihm gut haben. Jede Einsicht in die Problematik fehlt. Autoritäten werden gemieden und Weisungen nicht befolgt. Diese Menschen sind nicht unbedingt sozial isoliert. Sie führen nicht selten sogar ein ganz normales gesellschaftliches Leben, können sogar Geschäftsleute sein und im öffentlichen Leben stehen.
Der Ausbeutertyp: Hier wird das Tier ausschließlich aus eigennützigen Zwecken angeschafft. Dieser Typ ist extrem narzisstisch, hat keinerlei Schuldbewusststein und sammelt Tiere vorwiegend aktiv. Durch sein selbstbewusstes und durchaus eloquentes Auftreten ist er fähig, auch Behörden etc. etwas "vorspielen“.
Der Züchtertyp: Die Tiere sollten ursprünglich zum Zweck der Ausstellung und Verkaufs gezüchtet werden, aber der Überblick über die sich vermehrenden Tierbestände geht verloren.
Außerdem gibt es noch Zwischenformen der beschriebenen Typen.
Bei dieser Krankheit ist auffällig ist, dass es gewisse Regelmäßigkeiten gibt. Deshalb ist die oben dargestellte Einteilung in "Hoarder Typen“ möglich. Darüber hinaus gibt es Regelmäßigkeiten in der Sprache (Rechtfertigungs- und Entschuldigungsstrategien), die die erkrankten Menschen verwenden.
Auch wenn bisher noch wenig über die Krankheit bekannt ist, ist sich die amerikanische Arbeitsgruppe einig, dass die Rückfallquote ohne eine individuell angepasste psychologische Langzeittherapie bei nahezu 100% liegt. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass diese Menschen nach Beschlagnahmung der Tiere oftmals ihren Wohnsitz unverzüglich wechseln und innerhalb nur weniger Tage wieder anfangen, Tiere zu horten.
Aufklärungsarbeit ist wichtig
Selbst vielen Amtstierärzten ist das Syndrom "Animal Hoarding“ als eine Krankheit bisher absolut unbekannt. Für die Veterinärbehörden ist die Beschlagnahmung die letzte Konsequenz, nachdem die immer wieder erteilten Auflagen von den Tierhaltern ignoriert worden sind und auch die Verhängung von Bußgeldern zu keiner dauerhaften Verbesserung der Situation geführt hat. Bei intensiver Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild wird erkennbar, dass Auflagen und Bußgelder nicht zur Einsicht führen, und diese Maßnahmen letztendlich nur eine Verlängerung des Leidenswegs der betroffenen Tiere bewirken. Besonders dramatisch ist jedoch, dass auch die Beschlagnahmung des Tierbestandes letztendlich nur dann erfolgreich sein kann, wenn der kranke Mensch professionelle Hilfe in psychiatrischer Langtherapie erfährt.
Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl von bekannt werdenden Fällen von Animal Hoarding ansteigen wird. Und es wird noch viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, bis Animal Hoarding auch in Deutschland als Krankheit anerkannt wird. Um den Menschen und damit auch den Tieren dauerhaft zu helfen, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit nötig. Der Amtstierarzt sollte die Möglichkeit haben, sofort einzugreifen und den Tierbestand sicherzustellen. Gleichzeitig ist eine zeitnahe gerichtliche Entscheidung mit angeordneter psychologischer Therapie und Tierhalteverbot notwendig.
Wir müssen jetzt beginnen, über die Krankheit des "Animal Hoardings“ aufzuklären. Sollte der Verdacht bestehen, dass es sich bei einer Tierhaltung um das beschriebene Phänomen handelt, bitten wir darum, den zuständigen Amtstierarzt auf Animal Hoarding anzusprechen und ihn an die Akademie für Tierschutz zu verweisen. _________________ Viele liebe Grüße aus Nürnberg von den 6 Ratten, 5 Meerschweinchen, 2 Farbmäusen, 2 Katzen und 1 Hamster und natürlich von Fütterin Michaela |
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Karin Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 45 Anmeldungsdatum: 15.08.2006 Beiträge: 634 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 19.06.2008, 08:12 Titel: |
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Ein sehr guter Beitrag! Danke dir
Karin _________________ Ich stehe dieses Jahr bis auf Widerruf nicht zur Verfügung für die Aufnahme von weiteren Nagern. |
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Lutz Site Admin

Alter: 28 Anmeldungsdatum: 14.05.2006 Beiträge: 1268 Trophäen: 1 Wohnort: Moosach
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Kim Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 48 Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 867 Wohnort: Puchheim b. München
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Verfasst am: 04.07.2008, 22:40 Titel: |
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Hallo,
cooler Artikel, finde ich gut - gerade wichtig auch für alle Arten von Tier(schutz-)foren.
Aber wo fängt deiner Ansicht nach das Hoarding an, ab 20 Tieren, ab 50 oder woran dachtest du selbst, das interessiert mich.
LG Kim _________________ - Tierheilpraktik - Tierpsychologie -
www.tierpsychologin-muenchen.de
Und schau hier: www.notfall-farm-bayern.de |
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Evve Tierliebhaber/-in

Alter: 21 Anmeldungsdatum: 15.07.2007 Beiträge: 246 Wohnort: Unterbiberg
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Verfasst am: 05.07.2008, 00:18 Titel: |
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Finde den auch gut!
Bin zwar nicht Michaela, aber für mich fängt 'animal hoarding' an wenn man Tiere eigentlich schützen will/ ihnen ein besseres Leben als vorher bieten will (möchte hier nur zur kommerziellen Massenhaltung abgrenzen, denn die hat ja andere Hintergründe), es aber auf Grund der Menge der Tiere nicht (mehr) möglich ist. Das heißt die Menge ist soweit angestiegen, dass es zuviele sind um ihnen Platz-, Geld-, oder Fürsorge mässig gerecht werden zu können.
Wobei ich hiervon akute Notsituationen, bei denen die Tiere nur sehr kurze Zeit auf engen Raum zusammen sein müssen um sie dann z.B. auf Pflegestationen zu verteilen ausnehmen möchte.
Hat also meiner Meinung nach nichts mit der genauen Anzahl zu tun.
Lg _________________ Hätte Gott gewollt, dass unsere Pferde sauber sind hätte er Spüli in der Regen getan.  |
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Fio Tierprofi
 Geschlecht:  Alter: 34 Anmeldungsdatum: 08.11.2007 Beiträge: 583 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 05.07.2008, 13:13 Titel: |
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Also ich denk auch nicht, dass man es an einer Zahl festmachen kann. Sonst wären viele hier im Forum betroffen, allen voran unsere lieben Moderatoren, Verena und Lutz, Mitchi, Sonja, Tina, Michaela 203 und natürlich auch ich betroffen. Das sind leider viele Faktoren, die da zu beachten sind.
Aber ich wage mal schwer zu behaupten, dass es meine Tiere hier gut haben und ich vom Animal hoarding nicht betroffen bin. Es sind viele aber sie haben auch ihren Platz, vielfältige Anregungen, es ist sauber (was sehr wichtig ist), sie sind gepflegt, haben artgerechtes Essen und was am wichtigsten ist: Sie werden tierärztlich versorgt, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin! Geld spielt dabei keine Rolle, lieber gehen Ersparnisse drauf, wenn es für das Tier notwendig und sinnvoll ist.
Für mich ist das wichtigste, dass es den Tieren gutgeht und sie glücklich sind und ich glaube, ich sehe, dass es ihnen gutgeht, zum Bleistift an meiner im Augenblick dauerpopcornenden Merle  _________________ Tanja
mit Feivel und seinen Haremsdamen
Zwerg Nase und Strolchi
In liebevollem Gedenken an Fiona, Toffifee, Finia und Trixi |
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Mitchi Tierprofi

Alter: 34 Anmeldungsdatum: 07.10.2007 Beiträge: 1819 Wohnort: München
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Verfasst am: 05.07.2008, 17:16 Titel: |
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Wenn es an einer Zahl festgemacht werden würde, dann würde ich mit Sicherheit darunter fallen. Ich weiß aber sehr wohl, dass es eine Grenze gibt, die ich nun auch erreicht habe. Ich finde auch, dass es am wichtigsten ist, den Tieren entsprechen sauberen Platz, Futter und Aufmerksamkeit geben zu können. Einige finden schon 10 Tiere unübersichtlich, andere sehen auch bei 50 noch, wenn bei einem etwas nicht stimmt. Und: Man muss immer finanziell in der Lage sein, JEDEM Tier die tierärztliche Behandlung gönnen zu können, die es braucht. Von daher find auch ich, kann man es an einer Zahl nicht fest machen ... _________________ LG von Mitchi
und ihren süßen Knuddelpfoten
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Michaela203 Tierprofi
 Geschlecht:  Alter: 32 Anmeldungsdatum: 31.05.2007 Beiträge: 1903 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 05.07.2008, 20:41 Titel: |
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| Kim hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
cooler Artikel, finde ich gut - gerade wichtig auch für alle Arten von Tier(schutz-)foren.
Aber wo fängt deiner Ansicht nach das Hoarding an, ab 20 Tieren, ab 50 oder woran dachtest du selbst, das interessiert mich.
LG Kim |
Mir haben mal sogenannte "Tierschützer" vorgeworfen ich würde Animalhoarding betreiben. Ich wurde nachdenklich. Womit ich aber natürlich nicht sagen will das ich krank bin und Animalhoarding betreibe! Vor allem haben die in ihren Reihen selber Leute die diese Krankheit mit Sicherheit haben.
Ich weiß nicht ob man es an der Zahl der Tiere festmachen kann. Das Krankheitsbild ist ja auch eher, das man denkt nur bei einem selber haben es Tiere gut und deshalb sammelt man alle ein die man nur bekommen kann. Das war ja bei mir nie der Fall. Bei mir war es nur so, das ich Notfalltiere aufnahm und wusste einige von denen haben anhand ihrer Scheuheit, ihres Aussehens, Alters usw. keine Chance auf Vermittlung und die blieben. Worauf man dann aber eben achten muss ist, das man noch für alle Tiere Zeit hat, sie ordentlich versorgen kann und eben auch die anfallenden Tierarztkosten usw. bezahlen kann.
Ich gebe zu, manchmal dachte ich schon "nur bei mir haben die Tiere es gut", aber das stimmt eben nicht. Es gibt viele andere Leute wo es Tiere eben auch gut haben und ich habe in der Zeit wo ich Notfalltiere aufnahm viele tolle Leute kennen gelernt denen ich gerne Tiere gab. Natürlich darf man die Ansprüche nicht so hoch schrauben, also schon das es die Tiere toll haben, aber man muss eben auch Abstriche machen, wie z. B. normale Käfighaltung mit Freilauf usw. Die Leute meinen es ja trotzdem gut mit ihren Tieren.
Ich denke das Animalhoarding fängt echt an, wenn man sich zu viele Tiere nimmt für die man dann echt einfach keine Zeit mehr hat, sie nicht anständig versorgen kann unter anderem mit gutem Futter weil das einfach zu teuer wäre und wenn man einfach die Tierarztrechnungen nicht mehr zahlen kann und deshalb die Tiere verwahrlosen lässt, weil ja kaum ein Tierarzt anschreibt usw. ! Mit der Anzahl hat das sicher weniger zu tun.  _________________ Viele liebe Grüße aus Nürnberg von den 6 Ratten, 5 Meerschweinchen, 2 Farbmäusen, 2 Katzen und 1 Hamster und natürlich von Fütterin Michaela |
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Verena Forum-Admin
 Geschlecht:  Alter: 26 Anmeldungsdatum: 02.04.2006 Beiträge: 11296 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 05.07.2008, 23:28 Titel: |
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Hallo ihr,
das hätte ich jezt auch gesagt dass es in dem Moment anfängt wo einem die Aufgeben über dem Kopf wachsen bzw. man das ganze finanziell und/ oder zeitlich nicht mehr tragen kann.
Und sobald man nicht erkennt dass es den Tiere eignlcih gar nicht gut geht weils zu viele sind, sie dünn sind etc.
Wenns nach Anzahl ginge wären wir mit knapp 100 Tieren auf alle Fälle auch "krank"
Aber unseren gehts ja allen gut sie haben Platz, Artgenossen, artgerechtes Futter, sind sauber unsw. und denke das sind die wichtigsten Faktoren einer artgerechten und "normalen" Tierhaltung.
So bald die Tiere nicht genügend Nahrung bekommen, nicht regelmäßig gemistet werde und auf sehr engen Platz zu vielen hocken denke ich ab da fängt die "Krankheit" an.
Solange alle sauber sind, genug zu esen haben und außreichend Platz umgerechnet auf die Menge ie man hat denke ich ist es egal obs nun 10, 20, 50 oder 100 Tiere sind....
Gruß,
Verena _________________ "Eine macht Muh, viele machen Mühe!" |
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Bianca Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 24 Anmeldungsdatum: 06.04.2006 Beiträge: 3163 Meinen Charakter anschauen Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: 06.07.2008, 12:52 Titel: |
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Hallo,
ich denke auch. das man Animalhording nicht an der Zahl festmachen kann. Ich finde es beginnt dann, wenn die Leute Anzahl der Tiere nicht mehr vernünftig Halten, Versorgen und tierärztlich Behandeln lassen kann und dennoch weiterhin Tiere aufnimmt.
Beispiel bei uns in Duisburg, da wurden bei einer Dame ich glaub über 20 Hunde aus einer Stadtwohnung rausgeholt. Die Tiere waren unterernährt, verpaarten sich Kreuz und quer, die Wohnung war voll mit fäkalien und die Tiere wurden so Kreuz und quer zusammen gesteckt, das einige nicht versorgte Bissverletzungen aufwiesen. Die Tiere waren verstört, teils eingeschüchtert teils aggressiv.
Manche Menschen können 20 Meerschweinchen optimal versorgen, mache Menschen sind mit 2 schon überfordert und nehmen trotzdem weiterhin Tiere auf. Bei letzterem beginnt für mich animalhording. _________________ http://place-for-you.foren-city.de |
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Kim Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 48 Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 867 Wohnort: Puchheim b. München
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Verfasst am: 06.07.2008, 17:59 Titel: |
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Hallo,
euren Meinungen kann ich mich nur anschliessen. An einer fixen Zahl etwas festzumachen, ist sicher nicht realistisch, weil hier eben auch viele andere Faktoren hinzu kommen.
Ich spüre meine Grenze schon hin u. wieder, je nach beruflicher oder "privater" ARbeit bei der jetzigen Anzahl meiner Tiere - und das sind gar nicht viele... Aber gerade ein Hund - ohne Garten - ist für einen Single schon von der Zeit her extrem aufwändig, finde ich, da ich viermal täglich Gassi gehe. Vermittlungstiere kann ich deswegen nur vorübergehend für einige Tage aufnehmen, dann müssen sie weiter. Aber es ist gut, dass jedeR seine eigenen Grenzen frühzeitig erkennt, für ihn selbst u. auch für die Tiere.
Schönen restlichen Sonntag abend wünsche ich euch
LG Kim _________________ - Tierheilpraktik - Tierpsychologie -
www.tierpsychologin-muenchen.de
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Bianca Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 24 Anmeldungsdatum: 06.04.2006 Beiträge: 3163 Meinen Charakter anschauen Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: 07.07.2008, 08:33 Titel: |
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Hallo,
und da ist das Problem, denn viele erkennen ihre Grenzen einfach nicht. Die denken, och noch ein niedliches Tierchen kann ja nicht schaden, obwohl die vorhandenen schon nicht gut versorgt werden.
Ich für meinen teil weiß, das mit 3 Katzen und dem Hund meine Grenze erreicht ist, mehr geht einfach nicht. Ist auch ein grund, warum ich nie Vermittlungstiere nehmen würde, aus Angst, das meine Tiere zu kurz kommen. Aber wieviele Menschen ziehen dann los, denn noch ein Tier muss her... und noch eins.... _________________ http://place-for-you.foren-city.de |
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Michaela203 Tierprofi
 Geschlecht:  Alter: 32 Anmeldungsdatum: 31.05.2007 Beiträge: 1903 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 08.07.2008, 19:52 Titel: |
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| Bianca hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
und da ist das Problem, denn viele erkennen ihre Grenzen einfach nicht. Die denken, och noch ein niedliches Tierchen kann ja nicht schaden, obwohl die vorhandenen schon nicht gut versorgt werden.
Ich für meinen teil weiß, das mit 3 Katzen und dem Hund meine Grenze erreicht ist, mehr geht einfach nicht. Ist auch ein grund, warum ich nie Vermittlungstiere nehmen würde, aus Angst, das meine Tiere zu kurz kommen. Aber wieviele Menschen ziehen dann los, denn noch ein Tier muss her... und noch eins.... |
Ja, irgendwo stimmt das vielleicht. Wenn man z. B. eine bestimmte Tierart hat. Wie z. B. eben Tiere die sich gut in der Gruppe vertragen. Ich meine da denkt man sich dann "Na ja, wo so und so viele Platz haben macht das eine auch nichts mehr aus usw."
Schwieriger ist es bei Tieren die Einzelgänger sind, denn dann braucht man mehrere Stellmöglichkeiten/Käfige und muss da auch mehr sauber machen usw. Oder eben wenn man mehrere verschiedene Tierarten hat die man ja nicht alle in einen Käfig schmeißen kann.
Manchmal merkt man auch erst das es zu viel ist wenn dann ein Tier krank wird und man die Tierarztrechnung kaum zahlen kann und die anderen Tiere dann ja trotzdem auch weiter versorgt werden müssen. Wenn man dann noch schlau wird und sich sagt "Okay, es ist jetzt doch zu viel und darf einfach nicht weiter so weitergehen", dann finde ich ist man noch "Gesund", aber wenn man trotzdem weiterhin aufnimmt obwohl man weiß das man im Krankheitsfall eines Tieres kaum noch was zahlen kann, dann denke ich ist es schon "Krankheit".  _________________ Viele liebe Grüße aus Nürnberg von den 6 Ratten, 5 Meerschweinchen, 2 Farbmäusen, 2 Katzen und 1 Hamster und natürlich von Fütterin Michaela |
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Bianca Tierprofi
Geschlecht:  Alter: 24 Anmeldungsdatum: 06.04.2006 Beiträge: 3163 Meinen Charakter anschauen Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: 09.07.2008, 08:02 Titel: |
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Huhu,
das finde ich auch. Viele halten doch einfach wahrlos alles zusammen, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Ich finde es vollkommen ok, wenn man Kaninchen und Meerschweinchen in großen Gruppen hält, denn in der Natur ist das ja nicht anders.
Aber, wenn jemand mehr als 4 Hunde hat z.B. und denen schon kein Auslauf mehr bieten kann, die vielleicht einfach in ner Wohnung gehalten werden, kaum Platz haben, nicht tierärztlich versorgt werden können etc., finde ich das mehr als bedenklich. Ich habe nichts gegen Mehrtierhaltung, solange alles noch gemenget werden kann.
Wir haben Leute in der Behandlung, die 4 große Hunde haben und super klar kommen. Die Tiere werde gut versorgt, haben massenhaft auslauf, jede Impfung, Wurmkur, Zeckenbehandlung wird eingehalten.... im Krankheitsfall wird alles gemacht und gezahlt. Das ist Vorbildlich und leider viel zu selten. _________________ http://place-for-you.foren-city.de |
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Michaela203 Tierprofi
 Geschlecht:  Alter: 32 Anmeldungsdatum: 31.05.2007 Beiträge: 1903 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 07.08.2008, 19:32 Titel: |
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Skandal des Monats
Frau lebt seit 2 Jahren mit über 150 Ratten in einer total vermüllten Wohnung.
Am 4.08.2008 wurden das Tierheim zusammen mit der Amtsveterinärin zu einer Wohnung im Stadtteil Gostenhof gerufen. Was die Tierschützer dort vorfanden übersteigt jede Vorstellungskraft wie ein Mensch leben kann. Unerträglicher Gestank, Berge von Müll, kein Zentimeter freier Boden und überall wimmelte es von Ratten. Kaum hatten die Mitarbeiter des Tierheimes, mit Erlaubnis der Polizei, die Wohnung betrete, hingen unzählige Nager an deren Hosenbeinen. Gierig stürzten sich die Tiere über das umgehend angebotene Wasser, Futter war keines vorhanden.
Es begann eine Einfangaktion die sich als sehr schwierig erwies. Die Ratten flüchteten vor den Fängerinnen blitzschnell unter den Müllbergen, dem Sofa und dem Bett, sowie in Löchern im Mauerwerk. Immer wieder mussten die Tierpflegerinnen die Wohnung verlassen um frische Luft zu tanken. Eine großartige Leistung unseres Teams. Nach 3 Stunden brachen wir die Aktion ab, da die Tiere merkten was los war und nicht mehr aus ihren Verstecken herauskamen. Mit 80 Ratten, die zum großen Teil Krankheitssymptome zeigten, verließen wir die Wohnung. Das einfangen der noch ca. 100 in der Wohnung befindlichen Ratten ist nur möglich, wenn aus allen Räumen der gesamte Müll entfernt wird. Eine schwierige und nicht ungefährliche Aufgabe für alle Beteiligten.
Im Tierheim sind die Tiere unter strengster Quarantäne untergebracht, denn wir wollen in keinem Fall unseren Bestand in Gefahr bringen. Wie und wo wir alle noch eintreffenden Tiere unterbringen werden wird unser ganzes Improvisationstalent erfordern, aber wir werden es den Tieren zuliebe schaffen.
Hier stellt sich wieder einmal die Frage wie kann es angehen, dass dieser unerträgliche Zustand
2 Jahre andauert und trotz mehrfacher Anzeigen bei Polizei und Behörden durch die Wohnungsbesitzerin und die Hausbewohner niemand bereit war einzugreifen um dieses Grauen zu beenden. Diese Frau leidet unter der Krankheit „Animal Hording“ und gehört in eine Betreuung, denn auch wenn man ihr die Tiere jetzt wegnimmt wird sie wieder beginnen Tiere zu sammeln.
Der Tierschutzverein fordert, dieser Tierhalterin ein lebenslanges Tierhalteverbot aufzuerlegen!
Auch wenn die Frau so leben will, sollte man dies nicht dulden. Man muss einen Menschen der jeden
Halt verloren hat helfen und auch die Mitmenschen im Haus vor derartigen unerträglichen Belästigungen schützen.
Quelle: Tierheim Nürnberg/Abendzeitung!
Das geschah hier in Nürnberg Gostenhof! Armen Tiere, aber der Frau muss geholfen werden und trotzdem finde ich ein grundsätzliches Tierverbot ungerechtfertigt, da sich ihr psychischer Zustand ja ändern kann und sie dann schon in der Lage ist zu unterscheiden ob sie so viele Tiere nehmen kann oder nicht!  _________________ Viele liebe Grüße aus Nürnberg von den 6 Ratten, 5 Meerschweinchen, 2 Farbmäusen, 2 Katzen und 1 Hamster und natürlich von Fütterin Michaela |
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