Tierschutz nur noch Tierquälerei und Geldmacherei?

Spendenaktionen, Unterschriftenlisten usw.

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Verena
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Beitrag von Verena » 23.03.2010, 19:54

Da hab ich letzens auch was im TV drüber gesehen. Wirklich traurig :(
Und dann wurden die Hunde auch noch unter total schlechten Bedingungen transportiert - zu mehreren in einer Box :-(

Es gibt leider im Tierschutz einfach immer noch zu viele schwarze Schafe :x
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Beitrag von Bianca » 24.03.2010, 08:23

Ich habe auch schon festgestellt, das die Tierschutzvereine und auch Tierheime nicht immer nur nach dem Wohl des Tieres gehen. Das habe ich bei Butch ja selbst miterlebt.

Außerdem kenne ich viele wirklich offensichtliche Alkoholiker (kommen auch Sturztrunken mit ihren Tieren in die Praxis) und selbst die kriegen Problemlos immer wieder Hunde und Katzen aus den Tierheimen.
Da frag ich mich auch: Wie kann das sein??
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Beitrag von Bianca » 24.03.2010, 16:31

Da bleibt dann die Frage offen, in welchen Tierheim/Tierschutzverein man noch guten gewissens ein Tier herholt.

Ich persönlich würde sowieso nie gezielt einen Auslandshund nehmen (bitte keine Diskusionen, das ist meine ganz persönliche Meinung), aber ich finde, die Leute, die wirklich gerne aus einem dem Ausland haben möchten um dem einzelnen Tier zu helfen, dann doch bitte wirklich ein Nottier und nichts extra gezüchtetes.

Ich würde auch hier in Deutschland nie zu einem Züchter gehen. Sondern ich würde immer gerne ein Tier aus dem Tierheim nehmen wollen, das dort abgegeben wurde.

Ist halt die Frage: Wie kriege ich raus, ob ich es mit wirklich seriösen Tierschützern zu tun habe??
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Tierherberge Donzdorf

Beitrag von Der Dackelwolf » 07.12.2013, 22:01

Also, zuerst - Die Vorwürfe gegen die Tierherberge Donzdorf sind längst ausgeräumt und in dem entsprechenden Gerichtsverfahren wurden die beschuldigten Personen ausnahmslos freigesprochen. Das also zur Ehrenrettung für Donzdorf. Was ich in Donzdorf mit eigenen Augen gesehen habe, waren Hunde, die -wie z. B. auch in Belzig im Land Brandenburg- in Freigehegen und z. Teil auch auf dem Tierheimgelände frei laufen konnten und für viele Tiere waren das ausgezeichnete Rahmenbedingungen für eine beginnende Sozialisation, denn die meisten kannten Freiheit in Gemeinschaft mit ihren Artgenossen noch gar nicht. Dem Personal kann man nur für seinen Einsatz im Tierheim und in den von jenem betreuten Auslandstierheimen dankbar sein. Der etwas rauhbeinige Vizechef schreckt all jene Käufer erst einmal ab, die -wie anderswo leider möglich- sich auf die schnelle mal einen Hund mitnehmen wollen, der irgendwann wieder im Tierheim oder auf der Straße landet. Es wird akribisch geprüft, ob der neue Besitzer überhaupt willens und in der Lage ist, einen Hund dauerhaft zu sich zu nehmen. Wir waren vielleicht ein Sonderfall, weil wir "unseren" Zukünftigen im Internet entdeckt hatten, wir wollten unbedingt einen Tierheimhund, und weil wir nun mal Dackelfans sind, sollte es wieder ein Dackel oder Dackelmischling sein. Zuerst wurde zahlreicher eMail-Verkehr geführt, dann musste unsere Tierärztin eine kleine Stellungnahme schreiben (wir hatten vorher auch einen Tierheimdackel, den wir schwer krank übernommen hatten und er hatte bei bester Pflege und tierärztlicher Versorgung noch eine ganze Reihe guter Jahre). Danach wurde ein Besichtigungs- und Versuchstermin vereinbart und wir wurden dort regelrecht auseinandergenommen. Finde ich aber richtig, nur so wird verhindert, dass die Tiere an Leute geraten, die sich irgendwann ihrer wieder entledigen. Am Ende des Tages haben wir dann unseren Hund ins Auto geladen und sind -glücklich über den neuen Hausgenossen und darüber, dass die Autobahn unerwartet leer war- wieder die 450 km zurückgefahren. Inzwischen haben wir den kleinen Kerl schon 2 Jahre und aus dem anfangs sehr verängstigten Hund, den die Donzdorfer aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet hatten, wurde ein mutiger, frecher und ganz treuer Dackel, der (manchmal auch nicht so ganz einfach...) Herrchen auf Schritt und Tritt folgt und am liebsten überall da ist, wo Motoren dröhnen, vor allem dann, wenn er mitfahren kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob Auto, Trecker oder Moped. Also - man sollte bei Tierheimen genau hinschauen und sich lieber einen Hund ausreden lassen oder eben mal vor dem "Kauf" von den Tierheimleuten auf Herz und Nieren prüfen lassen, als sich einen Hund aufdrängen lassen, letzteres ist schon sehr zu hinterfragen. Und Tierheimhunde, auch gerade jene, die aus anderen Ländern hergeholt wurden, haben fast immer einen Vorzug gegenüber jenen, die vom ersten Lebenstag an in einem ordentlichen Zuhause aufgewachsen sind - sie sind, das haben mir viele bestätigt und wir haben es selbst erlebt- unheimlich dankbar und treu.javascript:emoticon(':-*') Und ob es nun immer ein Rassetier sein muss, bleibt auch dahingestellt. Wir sind auch alle keine blonden, blauäugigen Germanen mehr und sind deshalb nicht schlechter. Soviel zu Donzdorf, zu Tierheim- oder Auslandshunden und zu ihren Vorzügen.

[quote="Michaela203"]So, habe heute mal den ganzen Text abgesschrieben! Ich finde den Beitrag sehr interessant und man könnte da sicher auch ewig drüber diskutieren!

Geld oder Moral?

Das ist im Tierschutz leider längst häufig die Frage – zum Leidwesen der Hunde. Immer öfter sind sie nur Mittel zum Zweck und werden Opfer falscher Tierliebe

Neugierig verfolgt Jack jede Bewegung. Aufgeregt tänzelt der vierjährige English Setter umher und freundlich wedelt der Rüde mit seiner Rute, wenn er seinen Namen hört. Jack hat es geschafft. Nur noch die Narben an seinem Hals sind stille Zeichen seiner Vergangenheit und werden es bleiben. Jack lebte einst als Kettenhund in Spanien. Irgendwann aber durfte er nicht einmal mehr Kettenhund sein, wurde zur Last und landete in der Tötungsstation von Pamplona. Er wäre heute tot, wenn nicht Tierschützer aus Deutschland ihn gerettet hätten. Ein Happy End für Jack und damit eine schöne Geschichte, finden die einen.
Es sind nicht notwendig Tierhasser, die über solche Geschichten nur den Kopf schütteln können. Auch diese Menschen lieben Hunde, sehr sogar. Und trotzdem oder gerade deswegen regen sie sich auf. Nicht über Jack im Speziellen, sondern über Jack im Allgemeinen. Genau genommen über diese Form von Tierschutz.

„Die Überführung eines ehemals heimatlosen Hundes aus dem Ausland bedeutet für das Tier oftmals immense Strapazen und ist nicht zugelich als Eintrittskarte in ein besseres Leben zu werten“, meint beispielsweise Magdalena Scherk, Sprecherin der Tierrechtsorganisation PETA in Deutschland. „Zumal die Situation in den jeweiligen Herkunfsländern unverändert schlecht bleibt, da hier wiederum keine Maßnahmen ergriffen werden, um der Überpopulatgion der Tiere mit humanen Mitteln zu begegnen.“ Ähnlich denkt auch Evamarie König vom Tierheim Berlin: „Wir haben über 320 Hunde und hätten keine Kapazitäten, noch welche aus dem Ausland aufzunehmen.“
Berlin ist kein Einzelfall. Die Tierheim in Deutschland sind überfüllt. Sollte man also die Hunde besser im Ausland lassen? Es ist ein schwieriges Thema. Die Antwort ist Jein. Jeder Tierfreund kennt das Gefühl, wenn er im Urlaub, in Spanien, Ungarn, Polen oder anderswo abgemagerte Hunde sieht. Wenn er sogenannte Tierheime vor Ort bescuht, in denen Hunde dahinvegetieren, zwischen Kot und Urin. Es schnürt einem die Kehle zu. Etliche Tierschützer wollen das nicht mit ansehen und bringen daher diese Hunde nach Deutschland.
Tierrettungen sind gut gemeinte Taten, doch seltsamerweise nehmen genau diese angeblichen Rettungsaktionen manchmal seltsame Ausmaße an. Nur zu oft werden Welpen, schwangere Hündinnen und kerngesunde Hunde nach Deutschland verfrachtet. Der Grudn: Sie können schneller vermittelt werden und das zu einem höheren Preis. Die Folge ist paradox. Längst haben einige Menschen im Ausland erkannt, dass Deutsche ein sehr großes herz für Tiere haben.ö Sie züchten sogar extra Hunde, um sie an deutsche Tierschützer zu verkaufen. „Allein ich Tschechien werden jährlich schätzungsweise dreißigtausend Hunde für den Exprot produziert, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zum Kreis der Länder mit kommerziell ausgerichteten Hundezuchten“, weiß Thomas Schröder, Geschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. Die Umstände des Hundehandels liegen im Dunkeln: „Viele der Importe erfolgen illegal. Die notwendigen Impfungen und Genehmigungen fehlen, Impfpässe sind nicht vorhanden beziehungsweise gefälscht. Offizielle Zahlen hierzu gibt es nicht. Wenn man die Zahl aus Tschechien zugrunde legt, reden wir über mehrere zehntausend Hunde jährlich, die aus Hundefabriken im Ausland nach Deutschland kommen.“
Auch Klaus Meyer von der Abteilung Veterinärwesen im Amt für Verbraucherschutz in Düsseldorf beobachtet schon seit längerem die Ausmaße der angeblichen Tierliebe mit Sorge: „Wir reden hier nicht über eine Privatperson, die im Urlaub einen Streuner aufliest und diesen trotz fehlender Impfung über die Grenze mitnimmt.“ Diese Menschen befinden sich meist im Zwiespalt: Verstoße ich gegen das Gesetz und helfe einem Hund oder überlasse ich ihn dem Schicksal? „Die meisten handeln in diesen Fällen fahrlässig, und da glaube ich tatsächlich noch an die Tierliebe“, meint Meyer. Etwas ganz anderes sind organisierte Transporte, „Tierschützer und Vereine, die Hunde, auch ungechipte, wohl wissend und vorsätzlich aus dem Ausland über die Grenze schmuggeln“. Mit Tierschutz haben solche Transporte kaum etwas zu tun, vielmehr wird der Hund zu einer Exportware. Es ist kommerzieller Hundehandel, nicht weit entfernt auch noch Tierquälerei. Erst im September stoppte die Autobahnpolizei von Umkirch auf der Autobahn A5 den völlig überladenen Lastwagen einer Tierschutzorganisation.
Was die Beamten im Laderaum vorfanden, hat mit Tierschutz nichts mehr zu tun: 42 erschöpfte Hunde, darunter 12 Welpen und etliche Jungtiere zwischen 5 Monaten und 1 Jahr, kauerten eingeschlossen in kleinen Transportboxen. Die Tiere waren bereits dreißig Stunden unterwegs, ohne Futter und Wasser. Die Hunde kamen aus Spanien und Portugal und waren für Tierheime im ganzen Bundesgebiet bestimmt. Der Fahrer legte sogar Bestlllisten vor.
Ein schwarzes Schaf unter vielen weißen? Mitnichten. Vorstandsmitglieder des Vereins Tierherberge Donzdorf sollen mit einem kleinen LKW nach Spanien gefahren sein, um dort etwa hundert Hunde abzuholen. Die Tiere mussten in Gitterboxen ausharren, deren Böden lediglich mit Tüchern ausgelegt gewesen seien. Während der langen Rückfahrt bei großer Hitze und fehlender Klimaanlage sollen auch diese Tiere weder Wasser noch Futter bekommen haben.
Selbsgt ihre Notdurft mussten die Hunde laut Anklage in den Boxen verrichten. Das Verfahren wegen Tierquälerei läuft bereits.
Es ist ein dubioses Geschäft und ein bitterer Auswuchs des Tierschutzes. Um das Wohl der Tiere geht es dabei schon lange nicht mehr, es geht ums Geld. Ganz einfach. „Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass es viele Tierschutzvereine und engagierte Menschen gibt, wenn dies den Tieren zhugutekommt“, sagt Evamari König vom Berliner Tierheim. Sie weiß aber: Es finden sich immer wieder Vereine darunter, die nur nach außen Tierschutzzwecke verfolgen.
Täuschung ist ein großes Problem: Unter dem Deckmantel des ehrenwerten Begriffs Tierschuzt ist viel Platz, der ausgenutzt werden kann und wird. Hunde aus dem Ausland zu holen und zu verkaufen ist nur ein Thema, über das sich diskutieren lässt und das die Frage nach Moral aufwirft. Denn das Wort Tierschutz muss für vieles herhalten. Auch für das, was nichts damit zu tun hat.
„Der Tierschutzgedanke ist weit definiert. So gibt es Tierschützer, die Tiere unter teils katastrophalen Bedingungen beherbergen und nicht erkennen oder erkennen wollen, das Tiere mehr benötigen als Nahrung und Wasser“, erklärt Magdalena Scherk von PETA. Sie würde sich wünschen, dass es vonseiten des Gesetzgebers klare Richtlinien und deutliche Definitionen zum Tierschutz gibt. „Die Wirksamkeit der Arbeit für die Tiere“, so Scherk, „wäre um ein Vielfaches größer, wenn die Tierschützer gemeinsam und gleichgerichtet zum Wohl der Tiere kämpfen würden, nicht aber gegeneinander.“
Letzteres ist oftmals der Fall. Meinungsverschiedenheiten sind noch harmlos, Anfeindungen an der Tagesordnung. Statt Freundschaft herrscht nicht selten Feindschaft zwischen den Tierschützern. Es werden Beleidigungen ausgesprochen, man bezichtigt sich gegenseitig der Unseriosität und beschimpft sich. Um dies zu erkennen, reicht ein kurzer Ausflug in einschlägige Chatforen des Internets, beim Thema Hunde beispielsweise in das Forum der Kampfschmusergemeinde. Dort wird schnell deutlich: Der Grund für die häufig anzutreffende Feindschaft ist das liebe Geld. So sind es z.b. Fragen wie „Darf ein Tierschutzverein seinen Angestellten Geld auszahlen?“, die im Raum stehen. Jene, die ihren Vereinsmitgliedern einen Lohn geben, argumentieren: „Die im Tierheim bekommen für ihre Arbeit doch auch Geld.“ Andere, die ihre Dineste im Ehrenamt ausüben, sagen: „Das Geld sollte doch den Hunden zugutekommen.“ Eine weitere Frage: „Sollte ein Verein von Spendengeldern ein Auto finanzieren?“ Jene, die dies befürworten, meinen: „Selbstverständlich, womit sollen wir sonst die Hunde transportieren?“ Ein Unding für andere, wo es wieder heißt: „Das Geld sollte für die Tiere da sein.“

Tierschutz mutet mitunter wie ein schlechter Zirkus an. In der Manege, als Dompteure, die vermeintlichen Tierschützer, als Akrobaten und Artisten müssen die Hunde herhalten und auf den Rängen die Hzuschauer, denen das spiel hinter den Kulissen verborgen bleibt. Der Hzuschauer zahlt den Eintritt, im Tierschutz vergleichbar mit den Spenden und Mitgliedsbeiträgen – es geht eben ums Geld. So denke jener Schlechtes, wenn es Tierschützer gibt, die nicht nur einen Verein gegründet haben und dort den Vorsitz führen, sondern gleich zwei, drei Vereinen vorstehen. Da ist die Chance größer, Spenden zu erlangen und das Geld nicht der Konkurrenz überlassen zu müssen. Es geht ja auch nicht um ein paar Cent. Vor einigen Jahren wurden die Betreiber des Tierschutzvereins „Arche2000 Welttierhilfe“ wegen Betrugs in fast 170000 Fällen verurteilt. Die Büroleiterin musste drei Jahre ins Gefängnis, zwei weitere Mitangeklagte erhileten jeder eine zweijährige Bewährungsstrafe und müssen 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die Angeklagten hatten den inzwischen insolventen Verein um 9,2 Millionen Euro erleichtert.
9,2 Millionen Euro sind eine stolze Summe. Und doch Peanuts im Vergleich zu den 31 Millionen Euro, um die drei Vorfstandsmitglieder des „Tierhilfswerks“ihren Verein erleichterten. Das Landgericht München verurtetilte die selbst ernannten Tierschützer zu Haftstafen zwischen 4 und 12 Jahren. Es gibt etliche solcher Urteile.
Als Konsequenz nun zu beschließen, den Tierschutzvereinen kein Geld mehr zu spenden, wäre ein fataler Fehler. Denn ohne Geld geht es nicht. Ohne Geld könnten Tierschützer nicht ihre Arbeit leisten. Doch gibt es überhaupt noch vertrauenswürdige Tierschützer? Ja. Es gibt auch die guten, die seriösen Tierschützer. Sie gilt es zu unterstützen und zu kräftigen.
Was es nicht gibt, sind eindeutig richtige oder falsche Antworten auf Fragen wie: Sollten Tierschützer Hunde aus dem Ausland holen? Sollten sie sich Geld auszahlen lassen? Oder sollten sie gleich mehreren Vereinen vorsitzen? Viele Vereine benötigen ein Auto, doch es muss wohl kein mercedes 600 Coupè sein, den sich beispielsweise der Verein Arche 2000 als Tiertransporter leistete. Und was die Gehälter betrifft: Einige Helfer geben für die Arbeit im Tierschutz sogar ihren Job auf. Ist es da nicht nur gerecht, ihnen einen Lohn zu zahlen?
Grundsätzlich schon. Es geht um die Höhe. Hier kommt ins Spüiel, was im Tierschutz so wichtig ist: das Gewissen. Dies sollte zählen. Es ist schade, wenn es verdrängt wird von der Gier nach dem Geld. Denn dann rückt auch das Wohl der Hunde blitzschnell in den Hintergrund. Und um die Hunde, um die sollte es doch gehen.


[color=red]Wichtig[/color]: Seriös oder Unseriös?
Vorsicht ist geboten, wenn ein Tierschutzverein zu aggressiven Werbemethoden greift, etwa Straßenwerbung oder mit psychischem Druck ausgeüben telefonischen Spendengescuchen. Ein seriöser Tierschutzverein bietet Interessenten vielmehr voral die Möglichkeit, die Vereinssatzung einzusehen, und kann eine Bescheinigung vom Finanzamt über die Gemeinnützigkeit vorweisen. Diese Bedingung erfüllen z.B. alle Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes. Der Tierschutz-Dachverband ist zudem Mitglöied im Deutschen Spendenrat und als einzige Tierschutzdachorganisation Träger des durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergebenen Spendensiegels. Sollten Sie trotzdem unsicher sein, ob ein Verein seriös arbeitet, können Sie auch nachfragen beim Deutschen Tierschutzbund. Weitee Informationen finden Sie auch im Internet unter www.tierschutzbund.de.

Quelle: Dogs 2/2010[/quote]
Dackel sind auch nur kleine Menschen. Aber ganz liebe.

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